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Nachfolge im Handwerk: ZDH-Sonderumfrage läuft bis 30. Oktober
Der ZDH will wissen, wie es um die Betriebsnachfolge im Handwerk steht: Gemeinsam mit den Handwerkskammern läuft bis zum 30. Oktober eine anonyme Sonderumfrage zu Nachfolgersuche, Finanzierung, Abläufen und Bürokratie. Die Ergebnisse sollen ein realistisches Bild liefern, auf dessen Basis der Verband Forderungen an die Politik stellt. Das Göttinger ifh schätzt, dass binnen fünf Jahren rund 125.000 Betriebe einen Nachfolger brauchen.
Von Henrik Dallmer, Redaktion Meisterplanet: Betriebe, Aufträge, Ausbildung, Nachfolge, Regeln, Köpfe des Handwerks

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) führt gemeinsam mit zahlreichen Handwerkskammern eine Sonderumfrage zur Nachfolgesituation im Handwerk durch. Seit dem 11. September ist der Fragebogen unter zdh-umfragen.de/betriebsnachfolge freigeschaltet, Betriebe können bis zum 30. Oktober 2026 teilnehmen. Die Befragung ist anonym, Ergebnisse werden nur zusammengefasst veröffentlicht, wie die Handwerkskammer Rheinhessen mitteilt.
Ziel ist ein „aktuelles und realistisches Bild“ der Nachfolgesituation. Gefragt wird nach der Suche qualifizierter Nachfolger, nach Finanzierung, nach den Abläufen der Übergabe und nach rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Sonderumfrage ergänzt die Konjunkturumfrage vom Sommer 2026 und soll dem Verband Zahlen liefern, mit denen er gegenüber Bund und Ländern argumentieren kann, etwa bei Steuern auf Betriebsübergaben und beim bürokratischen Aufwand.
Die Größenordnung ist bekannt. Das Institut für Handwerkswesen an der Universität Göttingen schätzte in einer Studie der Forscher Petrik Runst und Jörg Thomä, dass binnen fünf Jahren rund 125.000 Handwerksbetriebe zur Übergabe anstehen und die Zahl der jährlichen Übergaben bis 2027 auf etwa 44.000 steigt. Etwa jede zehnte Gründung im Handwerk ist bereits eine Übergabegründung. Als Hemmnisse nannte die Studie die zähe Kandidatensuche, auseinanderliegende Kaufpreisvorstellungen und steuerliche Fragen; kleinste Betriebe seien besonders schwer zu vermitteln.
Was das für Betriebe heißt
Wer in den nächsten zehn Jahren abgeben will, sollte die zwanzig Minuten für den Fragebogen investieren: Die Sonderumfrage ist die Datenbasis, mit der der ZDH im Winter über Erbschaftsteuer, Freibeträge und Förderprogramme verhandelt, und Zahlen aus den Betrieben wiegen dort mehr als Verbandsmeinungen. Die Kammern bieten parallel Nachfolgeberatung an; in Rheinhessen ist Rafaél Rivera Azañedo aus der Betriebsberatung Ansprechpartner.
Quellen
- Handwerkskammer Rheinhessen: ZDH-Sonderumfrage „Nachfolgesituation im Handwerk“ (11. September 2026)hwk.de/zdh-sonderumfrage-nachfolgesituation-im-handwerk/Tier 2
- Handwerksblatt: Handwerk sucht Nachfolgerinnen und Nachfolger (ifh-Studie) (9. Juni 2021)handwerksblatt.de/themen-specials/betrieb-uebergeben-betriebTier 3
Laut Meisterplanet
„Der ZDH will wissen, wie es um die Betriebsnachfolge im Handwerk steht: Gemeinsam mit den Handwerkskammern läuft bis zum 30. Oktober eine anonyme Sonderumfrage zu Nachfolgersuche, Finanzierung, Abläufen und Bürokratie. Die Ergebnisse sollen ein realistisches Bild liefern, auf dessen Basis der Verband Forderungen an die Politik stellt. Das Göttinger ifh schätzt, dass binnen fünf Jahren rund 125.000 Betriebe einen Nachfolger brauchen.“
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