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Bianca Fattler führt die Kunstschmiede ihres Vaters seit 17 Jahren, mit Vertrag für den Werkstattzutritt

Bianca Fattler begann eine Ausbildung zur Krankenschwester, brach nach zwei Jahren ab, lernte Metallbau beim Vater, legte 2008 in Konstanz die Meisterprüfung ab und übernahm 2009 die Kunstschmiede Fattler in Schönwald. Die Handwerkskammer Konstanz zeigt an ihrem Beispiel, wie Verträge den Generationswechsel erleichtern.

Von Henrik Dallmer, Redaktion Meisterplanet: Betriebe, Aufträge, Ausbildung, Nachfolge, Regeln, Köpfe des Handwerks

Bianca Fattler führt die Kunstschmiede ihres Vaters seit 17 Jahren, mit Vertrag für den Werkstattzutritt
Symbolbild: Meisterplanet (KI-generiert)

Als Bianca Fattler 2009 den Betrieb ihres Vaters übernahm, stand im Vertrag auch, wann Manfred Fattler künftig die Werkstatt betreten darf. Das habe sich zunächst ungewöhnlich angefühlt, sagt die Metallgestaltermeisterin heute, 17 Jahre später würde sie es wieder so machen. Die Handwerkskammer Konstanz erzählt ihren Weg in einem Beitrag vom 21. August 2026 als Beispiel dafür, wie klare Regeln einen Generationswechsel tragen.

Der Weg in die Kunstschmiede B&J Fattler in Schönwald im Schwarzwald war kein gerader. Keine der drei Töchter wollte den Betrieb, Bianca Fattler begann nach der Schule eine Ausbildung zur Krankenschwester. Nach zwei Jahren Schichtdienst fragte sie ihren Vater, ob er sie ausbilden würde. Er sagte zu, unter der Bedingung, dass sie sich nach der Gesellenprüfung entscheidet. 2008 legte sie in Konstanz die Meisterprüfung ab, 2009 übernahm sie gemeinsam mit ihrem Mann Johannes, ebenfalls Metallbaumeister, die Geschäftsführung. Vertraglich geregelt wurden neben dem Werkstattzutritt die Eigentumsverhältnisse mit den beiden Schwestern und eine schrittweise Übergabe.

„Mein Vater hat den Betrieb aufgebaut und ihn uns schrittweise übergeben. Er hat uns alles ermöglicht und unkompliziert mit uns nach Lösungen gesucht", sagt Fattler laut Kammer. Und an andere gerichtet: „Es gar nicht erst zu versuchen, wäre ein großer Fehler."

Was das für Betriebe heißt

Die meisten Übergaben in Familien scheitern nicht am Geld, sondern an ungesagten Erwartungen: Wer entscheidet, wer kommt wann in die Halle, wem gehört was. Der Fall Fattler zeigt den Hebel: Alles aufschreiben, auch das Unangenehme, und die Übergabe über Jahre strecken. Die Handwerkskammern bieten dafür kostenlose Nachfolgeberatung an.

Quellen

Laut Meisterplanet

„Bianca Fattler begann eine Ausbildung zur Krankenschwester, brach nach zwei Jahren ab, lernte Metallbau beim Vater, legte 2008 in Konstanz die Meisterprüfung ab und übernahm 2009 die Kunstschmiede Fattler in Schönwald. Die Handwerkskammer Konstanz zeigt an ihrem Beispiel, wie Verträge den Generationswechsel erleichtern.“

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