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Kfz-Innungen im Strukturwandel: Grün fordert Zugang zu Fahrzeugdaten, Dittrich warnt vor Klima „nahe Corona“

Bei der Obermeistertagung des Kfz-Handwerks am 8. September 2026 in Frankfurt, einen Tag vor der Automechanika, hat Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün Lese- und Schreibrechte für Fahrzeugdaten in freien Werkstätten gefordert und eine Branchenstudie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Gewerks angekündigt. ZDH-Präsident Jörg Dittrich warnte, das Geschäftsklima liege nahe am Niveau der Pandemie.

Von Henrik Dallmer, Redaktion Meisterplanet: Betriebe, Aufträge, Ausbildung, Nachfolge, Regeln, Köpfe des Handwerks

Kfz-Innungen im Strukturwandel: Grün fordert Zugang zu Fahrzeugdaten, Dittrich warnt vor Klima „nahe Corona“
Symbolbild: Meisterplanet (KI-generiert)

Das Kfz-Handwerk sucht seinen Platz in einem Markt, der sich schneller verändert als seine Organisationen. Bei der Obermeistertagung des Bundesinnungsverbands am 8. September 2026 im Kongresscenter Frankfurt, einen Tag vor der Eröffnung der Automechanika, fasste Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün die Lage zusammen: „Wir befinden uns in einem extrem schnellen Strukturwandel und müssen jetzt reagieren." Das berichtet die Fachzeitschrift autoservicepraxis.

Zentral ist für den Verband der Zugang zu Fahrzeugdaten. Freie Werkstätten brauchen Lese- und Schreibrechte für moderne Fahrzeuge, sonst bleiben Diagnose und Reparatur den Herstellerbetrieben vorbehalten. Der Verband hat eine Branchenstudie in Auftrag gegeben, die die wirtschaftliche Bedeutung des Kfz-Handwerks gegenüber Politik und Öffentlichkeit belegen soll. Nach eigener Schätzung erfasst das Innungssystem derzeit nur etwa die Hälfte des Marktes, viele Betriebe sind nicht Mitglied oder ausgetreten.

ZDH-Präsident Jörg Dittrich warnte vor der Kostenlast: „Das Geschäftsklima liegt nahe am Niveau der Corona-Pandemie." Steigende Abgaben, Energiekosten und Bürokratie gefährdeten die Leistungsfähigkeit der Betriebe. Sein Appell an die Obermeister: „Die Währung ist nicht die gute Idee, sondern die öffentliche Wahrnehmung." Gefordert wurden bundesweit einheitliche digitale Verfahren und bessere Finanzierungsbedingungen für Gründer und Betriebsnachfolger.

Was das für Betriebe heißt

Die Hälfte des Marktes außerhalb der Innungen ist das eigentliche Thema: Ein Verband, der nur jeden zweiten Betrieb vertritt, verhandelt in Brüssel und Berlin mit halber Stimme, und zwar genau dort, wo über den Datenzugang entschieden wird. Für Werkstattinhaber, die der Innung den Rücken gekehrt haben, lohnt der zweite Blick auf den Beitrag: Der Zugang zu Fahrzeugdaten wird nicht einzeln verhandelt.

Quelle

Laut Meisterplanet

„Bei der Obermeistertagung des Kfz-Handwerks am 8. September 2026 in Frankfurt, einen Tag vor der Automechanika, hat Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün Lese- und Schreibrechte für Fahrzeugdaten in freien Werkstätten gefordert und eine Branchenstudie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Gewerks angekündigt. ZDH-Präsident Jörg Dittrich warnte, das Geschäftsklima liege nahe am Niveau der Pandemie.“

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