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HWK Koblenz: Konjunkturindex zum vierten Mal in Folge gesunken

Die Handwerkskammer Koblenz meldet einen Abwärtstrend ohne Vorbild in 36 Jahren Umfragegeschichte: Der Konjunkturindex ist zum vierten Mal in Folge gesunken. 75 Prozent der 3.000 befragten Betriebe nennen ihre Lage noch gut oder befriedigend, aber 80 Prozent zahlen höhere Einkaufspreise und jeder zweite will die Preise anheben.

Von Henrik Dallmer, Redaktion Meisterplanet: Betriebe, Aufträge, Ausbildung, Nachfolge, Regeln, Köpfe des Handwerks

HWK Koblenz: Konjunkturindex zum vierten Mal in Folge gesunken
Symbolbild: Meisterplanet (KI-generiert)

Im nördlichen Rheinland-Pfalz zeigt die Handwerkskonjunktur eine Entwicklung, die es in 36 Jahren Umfrage noch nicht gab: Der Konjunkturindex der Handwerkskammer Koblenz ist zum vierten Mal in Folge gesunken. Grundlage ist die Befragung von rund 3.000 Betrieben, über die das Handwerksblatt berichtet.

Die Lage selbst ist noch stabil. 75 Prozent der Betriebe nennen ihre Geschäftslage gut oder befriedigend, im Vorjahr waren es 78 Prozent. Der Druck kommt von den Kosten: 80 Prozent berichten höhere Einkaufspreise, nach 67 Prozent im Jahr davor. Nur 38 Prozent konnten das bisher auf die eigenen Verkaufspreise umlegen. Für die kommenden Monate erwarten 78 Prozent weitere Steigerungen im Einkauf, und 51 Prozent planen, die eigenen Preise anzuheben, deutlich mehr als die 38 Prozent des Vorjahres.

Kammerpräsident Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich ordnen das so ein: „Wir erleben hier nicht die großen Einbrüche wie nach der Bankenkrise 2008 oder dem Ausbruch des Corona-Virus 2020. Das ist ein mäßiger, aber kontinuierlicher Abwärtstrend.“ In ihren Herbstmitteilungen setzt die Kammer deshalb auf Entlastung bei Energie und Bürokratie sowie auf Technik: Anfang Oktober warb sie bei einem Ministerbesuch für KI und Robotik in Handwerksbetrieben.

Was das für Betriebe heißt

Ein schleichender Abwärtstrend ist tückischer als ein Einbruch, weil er keine Notbremse auslöst. Meisterbetriebe sollten ihre Kalkulation quartalsweise prüfen: Wer Einkaufspreise von 2024 noch in Angeboten von 2026 stehen hat, arbeitet an der Marge vorbei. Die Umfrage zeigt zugleich, dass jeder zweite Betrieb im Herbst an der Preisschraube dreht; wer das sauber begründet, verliert dabei weniger Kunden als befürchtet.

Quellen

Laut Meisterplanet

„Die Handwerkskammer Koblenz meldet einen Abwärtstrend ohne Vorbild in 36 Jahren Umfragegeschichte: Der Konjunkturindex ist zum vierten Mal in Folge gesunken. 75 Prozent der 3.000 befragten Betriebe nennen ihre Lage noch gut oder befriedigend, aber 80 Prozent zahlen höhere Einkaufspreise und jeder zweite will die Preise anheben.“

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