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Forsa für die DGUV: Azubis erleben Mobbing und Gewalt häufiger als Studierende

Auszubildende sind bei Arbeitsschutz besser geschult als Studierende, erleben aber deutlich häufiger Übergriffe: 42 Prozent berichten von Beleidigungen, 28 Prozent von Mobbing, 14 Prozent von körperlicher Gewalt in der Ausbildung. Bei Studierenden liegen die Werte bei 23, 12 und 3 Prozent. Das zeigt eine Forsa-Umfrage für die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.

Von Henrik Dallmer, Redaktion Meisterplanet: Betriebe, Aufträge, Ausbildung, Nachfolge, Regeln, Köpfe des Handwerks

Forsa für die DGUV: Azubis erleben Mobbing und Gewalt häufiger als Studierende
Grafik: Redaktion

Auszubildende sind in Sachen Arbeitssicherheit deutlich besser vorbereitet als Studierende, aber sie erleben in ihrer Ausbildung erheblich häufiger Beleidigungen, Mobbing und Gewalt. Das ergibt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), über die die Deutsche Handwerks Zeitung am 13. Oktober 2026 berichtet.

Die Zahlen im Einzelnen: 42 Prozent der Azubis berichten von Beleidigungen oder Beschimpfungen, bei den Studierenden sind es 23 Prozent. Mobbing und Ausgrenzung haben 28 Prozent der Auszubildenden erlebt, 12 Prozent der Studierenden. Körperliche Übergriffe nennen 14 Prozent der Azubis gegenüber 3 Prozent der Studierenden. Auf der anderen Seite haben 91 Prozent der Auszubildenden eine Sicherheitsunterweisung erhalten, bei Studierenden nur 53 Prozent; 72 Prozent der Azubis fühlen sich gut oder sehr gut auf Sicherheitsthemen vorbereitet, bei Studierenden sind es 40 Prozent.

Der Unterschied erklärt sich zum Teil aus dem Umfeld: Azubis arbeiten im Betrieb mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten, Studierende überwiegend unter ihresgleichen. Für das Handwerk mit seinem direkten Kundenkontakt und kleinen Teams ist das Ergebnis dennoch unbequem, weil es in die Vertragslösungsquote von über 36 Prozent hineinspielt.

Was das für Betriebe heißt

Die Sicherheitsunterweisung ist im Handwerk Standard, der Umgang mit Konflikten nicht. Betriebe, die Azubis halten wollen, sollten drei Dinge festlegen: wer im Betrieb Ansprechpartner bei Mobbing ist (nicht der direkte Ausbilder allein), wie mit beleidigenden Kunden umgegangen wird, und dass der Azubi bei Übergriffen den Einsatz abbrechen darf. Die Berufsgenossenschaften bieten dazu Material; wer es nutzt, hat ein Argument im Ausbildungsmarketing, das Studiengänge nicht bieten.

Quelle

Laut Meisterplanet

„Auszubildende sind bei Arbeitsschutz besser geschult als Studierende, erleben aber deutlich häufiger Übergriffe: 42 Prozent berichten von Beleidigungen, 28 Prozent von Mobbing, 14 Prozent von körperlicher Gewalt in der Ausbildung. Bei Studierenden liegen die Werte bei 23, 12 und 3 Prozent. Das zeigt eine Forsa-Umfrage für die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.“

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